Sonntag, 14. August 2016

Im Zauberbann

Im Zauberbann

Auf hoher Klippe steht sie dort;
wohl erhaben, rein und schön,
reißt mich hinfort,
hinein in einen warmen Föhn.

Es kribbelt, gibt Funken und Schweigen.
Zarter Sternen Augenblick, gefühlt und nicht gesehen.
Ein Orchester – Trommeln, Flöten, Geigen;
ich lausche dem Wind und lasse mich gehen.

In reinster Form scheinst du vor mir,
hast mich gepackt in deinen Bann,
trägst Himmel und Erde in dir,
ich weiß nicht mehr, wann es begann.

Dein Schatten schlägt die Wellen weit,
dein Wesen, zartes Blümlein, tiefe Welten heißt;
was zählt, ist nicht die Vergangenheit,
was zählt, bist du, die stetig reist.

Unsterblich du mir Leben schenkst,
auf ewig meine Seele brennen mag,
deinen Odem du zu mir lenkst,
dass aufgeht uns ein neuer Tag.

So stehe ich fernab der Menschen Welt,
allein, nackt und frei,
schenke mich auf ganzem Feld,

dir, oh Göttin mit Gesichtern drei.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen