Sonntag, 21. August 2016

Feuerkönigin

Einst hast du das Feuer entfacht,
hast erhellt die finstre Nacht,
bist nicht von dieser Welt
und hast dich unter sie gestellt.

Dein Herz schlägt wie ein Vulkan,
gefangen bin ich in deinem Wahn,
lässt Feuer herniederregnen,
den Boden unter mir erbeben.
Dein Haar, so lang, so finster, so glühend heiß,
mein Herz ich nur für dich zerreiß'.
Deine Konturen - so fest, so stark,
dein Feuer verbrennt mein Mark.
Mit flammender Stimme deine Worte klingen,
muss ich um meinen Atem ringen.
Dein Königreich trägst du tief in dir,
beschützt es - auch vor mir.
Deiner Lippen heißer Kuss,
ich ihn kosten muss,
dein Feuer, oh Königin, so rein und klar,
unser aller Schicksal nur dir offenbar.
Im Feuerschleier deine Hüften steh'n,
auf Feuers Schweif kannst in alle Richtung' geh'n.
Deine Füße nur aus Kohlen sind,
Lava durch deine Adern rinnt.
Ich seh dich an im matten Schein,
geb mich hin und werde Dein.
Du brennst mich aus,
treibst so böse Geister hinaus.
Eng umschlungen entbrennen wir,
hast mich gekrönt - jetzt und hier.
Für immer wird du Königin sein,
lässt auf ewig deine Feuer spei'n.

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