Sonntag, 2. Februar 2014

Das Böse im Kopf

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"Brutaler Psychothriller von Tova Bragi: “Simon, der Protagonist der Geschichte, ist ein junger Student, der Frauen bestialisch foltert und tötet …” – Achtung: Dieses Buch enthält absolut extreme Gewaltszenen; grausam und überdeutlich. Gleichzeitig ist es gut und intensiv geschrieben, das Psychogramm eines perversen Mörders. Wer sich daran wagen will, sei hiermit gewarnt. (254 Normseiten) (ab 18)" - gefunden bei www.xtme.de


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Beschreibung:
„Das Böse im Kopf“ ist das Selbstzeugnis eines Serienmörders, der an sich und der Welt zugrunde gegangen ist. Simon, der Protagonist der Geschichte, ist ein junger Student, der Frauen bestialisch foltert und tötet. Er fühlt sich von der Verkommenheit der modernen Gesellschaft bedroht und sucht fieberhaft nach Möglichkeiten zur Selbstbefreiung. Im Foltern und Töten sowie im Ausleben perverser Sex-Fantasien findet er Zuflucht. Doch schon bald muss er feststellen, dass auch dieser barbarische Ausweg nichts weiter ist, als eine arge Selbsttäuschung. Der Protagonist ist das Sinnbild einer entmenschlichten Subjektivierung, die durch überzogene gesellschaftliche Ideale und Selbstverrat den modernen Menschen kennzeichnet. Zum Inhalt: Simon ist ein junger Student, der auf der Suche nach der großen Liebe ist und einen unstillbaren Hass gegen die Menschheit in sich trägt. Nach dem Aus seiner Beziehung tötet er im Affekt die Frau, die er liebt und vergeht sich an ihr noch während sie stirbt. Diese Erfahrung benötigte er, um seine vermeintliche Berufung zu erkennen. Simon erforscht sich selbst und erkennt immer mehr seine eigenen Abgrundtiefen, die er unter der Maske der Normalität zu verbergen sucht. Gelangweilt und frustriert von seinen Mitmenschen geht er auf Jagd nach Frauen, die er bestialisch foltern, missbrauchen und töten kann. Dabei nimmt er auch Rache an jenen, die einst über ihn gespottet haben. Simon gelangt zu größter Stärke, als er sich in seine viel ältere Theologieprofessorin verliebt und beide eine Affäre beginnen. Endlich kann er sich angenommen und geliebt fühlen. Doch immer mehr muss Simon erkennen, dass er nie der war, für den er sich gehalten hat.

Leseprobe:
Kapitel 1 - Akademische Misanthropie


Heute ist ein ungewöhnlich heißer Tag. Das Thermometer hat vorhin 34 °C angezeigt. Die Menschen stürmen in üblicher ignoranter Art an mir vorüber, schenken mir weder Blick noch Achtung und hetzen eilig in alle Richtungen. Die Sonne brennt in meinem Nacken und ich bin froh, dass ich mich für die kurze Hose entschieden habe. Auch wenn ich finde, dass ich darin ziemlich albern aussehe. Die Farbe der Hose ist ein Drecksweiß - nicht wirklich weiß, aber auch keine andere richtige Farbe, irgendein Zwischenton. Dazu trage ich ein einfarbiges rotes T-Shirt. Ich weiß: Es gibt sicher passendere Kleidungsstücke, aber ich wollte einfach nur irgendwas anziehen und nicht so sehr darauf achten, wie ich vielleicht auf andere wirken könnte. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass es nur wenigen Menschen auffällt, was ich wie trage. Die Ignoranz ist zu groß und ich bin zu unbedeutend, als dass jemand meinen Kleidungsstil, wenn man das denn so nennen möchte, kritisieren würde. Wenn ich allerdings die Menschen ansehe, dann ist das was ganz anderes. Denn ich beobachte sie sehr genau - alle von ihnen. Sie mögen mich vielleicht ignorieren, ich aber sie nicht. Vorhin ist mir zum Beispiel eine Frau begegnet, die etwas älter war als ich. Sie trug einen kurzen Jeansrock und eine karierte Bluse, die bis zu ihrem Tittenansatz geöffnet war. Sie hatte lange Beine und trug ihre Haare offen. An sich war an dieser Frau nichts Auffälliges. Naja - auffällig war, dass sie absolut geil aussah, aber an ihr fiel - oberflächlich betrachtet - nichts Negatives auf. Sie war eine unter Vielen, kleidete sich wie die meisten Frauen und hatte auch den gewöhnlichen Gang drauf, wie man ihn von den Modepüppchen eben kennt. Diese Frau kam mir also entgegen. Ich ging auf sie zu und wollte sehen, ob sie mir Platz machen würde. Natürlich ging sie zielstrebig geradeaus. Ich musste ihr den Weg freimachen, aber gut, dafür konnte ich ihren heißen Körper bestaunen und mich an ihren rasierten und langen Beinen erfreuen. Ihr Gesicht sah dagegen scheiße aus. Modisch sah es top aus - ohne Frage. Es fügte sich in die Grimassen der Normalbürger ein und geschminkt sah es sogar aus wie ein kleines Pornosternchen. Ich sah aber hinter die Schminke, hinter die Fassade. Mir reichte ein einziger Augenblick, um zu erkennen, wie es im Innersten dieser Frau aussah. Ich konnte in die Tiefe dieser Frau blicken und hätte ihr mehr über sie sagen können, als sie vermutlich selbst von sich gewusst hat.

Ihr Gesicht erinnerte mich an eine umgekehrte Träne: Die Stirn war breit und das Gesicht wurde zum Kinn hin immer schmaler. Ihre Stirn war relativ hoch angesetzt und die Augen waren überdurchschnittlich groß. Ich mag große Augen bei Frauen, am liebsten, wenn es braune Augen sind - Rehaugen. Die Augenbrauen lagen bei der Frau weit auseinander. Nasenbein und Nasenöffnungen waren nicht sonderlich breit, eher schmal. Ihr Gesicht war blass. Mit Schminke konnte die Frau zwar die Blässe übertünchen, aber wer genau hinsehen würde, könnte erkennen, wie hell sie von Natur aus war. Die Backenknochen waren nicht sonderlich hoch und auch nicht stark ausgeprägt. Was mir aufgefallen ist, war, dass die Frau blasse Lippen hatte und keinen Lippenstift trug. Ich vermute, dass sie unter einer schlechten Durchblutung leidet. Der Kreislauf scheint eine ihrer Schwächen zu sein, denn sie genoss es, ihren Körper in der spätsommerlichen Hitze zu wärmen. Das war für mich ein Hinweis darauf, dass ihr Körper von Natur aus kühl sein muss und dass sie eine Abneigung gegen Kälte hat. Sie wirkte auf mich wie eine Gottesanbeterin, süchtig nach der Sonne. Sie war lang und dünn gewachsen; und sie sah zerbrechlich aus. Vielleicht leidet sie unter Appetitlosigkeit. Ihre hohe Stirn hat mir verraten, dass sie oft und gerne denkt, dass Vieles in ihrem Kopf stattfindet. Sie scheint Willenskraft zu besitzen, ist aber vom ständigen Kampf ausgelaugt Es wäre für sie also gut, wenn sie sich die Schlachtfelder sorgfältig auswählen würde, auf denen sie kämpfen möchte und kämpfen kann. Ihr wohl größtes Problem ist die Arroganz. Das konnte ich an ihrem Gang sehen und an dem Blick, den sie mir verächtlich zuwarf, während ich ihr Platz machen musste. Sie sollte aufpassen und sich nicht so wichtig nehmen, wenn sie ihr Leben leben will, denn Arroganz kann sie schnell ins Grab bringen. Sie hatte ohne Zweifel eine glatte Haut - an den Beinen, an den Armen und auch im Gesicht. Aber an einer Stelle verzog sich die sonst so gepflegte Haut und scheinbar konnte die Frau diese Stelle mit all ihren kosmetischen Fähigkeiten nicht überschatten - diese Stelle war zwischen ihren Augen. Dort konnte ich tiefe in senkrechter Stellung befindliche Falten entdecken. Ein Hinweis darauf, dass die Frau oft angespannt, nervös und zornig ist. So wie sie auf mich zugestürmt kam, war sie auch äußerst ungeduldig. Das sind alles Hinweise auf eine mögliche Lebererkrankung bzw. auf eine Schwäche der Leber. Diese Beobachtung deckt sich mit der Tatsache ihrer runden Augen. Große Augen sind ein Hinweis darauf, dass der Mensch sensibel und emotional ist. Stress ist hier ein Faktor, der rasch zu Überforderung führen kann. Die Nase der Frau war leicht nach links verzogen. Das hat mir geholfen, ihre Körperhaltung während der Bewegung besser zu verstehen, denn die Nase gibt Informationen über die Wirbelsäule preis. Die Wirbelsäule der Frau ist leicht nach links verdreht. Sie leidet unter einer Skoliose. Vielleicht musste sie als Kind ein Korsett tragen. Sie sollte zumindest ihre Tasche nicht nur über eine Schulter hängen. So eine einseitige Belastung ist nicht gut. Der Mund der Frau war leicht geöffnet, so dass ich annehmen kann, dass sie Probleme mit der Nasenatmung hat. Vielleicht liegt eine chronische Verstopfung im Bereich der Nase vor. Ich denke, dass ihre Verdauung nicht sonderlich gut ist. Ihr Dickdarm ist geschwächt. Es ist allgemein bekannt, dass die Verdauung bereits im Mund beginnt. Also liefert der Mund auch passende Informationen über die Verdauungstätigkeit. Bei der Frau konnte ich sehen, dass ihre Unterlippe dicker war als ihre Oberlippe, was für mich ein Hinweis ist, dass sie unter chronischen Darmbeschwerden leidet. Verstopfung oder Durchfall könnten bei ihr schon zur Gewohnheit geworden sein. Das sieht sicher keiner, wenn einem eine so schöne Frau begegnet. Man ist nur mit Staunen beschäftigt und mit dem Gedanken, wie die wohl im Bett wäre. Tja - vielleicht scheißt sie sich ja ein ... Um an diese Informationen zu gelangen, musste ich nicht lange nachdenken. Ich sah die Frau an und wusste sofort, was los war. Ich hielt sie in ihrem Tempo nicht auf. Soll sie mich doch beiseite schupsen - interessiert mich nicht. Was mich allerdings traurig gestimmt hat, war, dass diese Frau mich wohl schon längst wieder vergessen hat. Ich habe sie dagegen in meinem Gedächtnis, weiß um ihre Stärken, um ihre Schwächen, kenne ihre Organaktivität und weiß, auf welche Emotionen und Gedanken sie anspringt.



Ich bin auf dem Weg zur Uni und muss noch meine Hausaufgaben erledigen. Der Dozent hat gefordert, dass wir uns über den heiligen Paulus informieren und seine Beziehung zu den Galatern darstellen sollen. Das kann ich natürlich nicht unterwegs erledigen. Aber ich kann mir ein paar Gedanken machen, die ich in nette und ausschweifende Worte verpacke und den anderen präsentieren kann. Mann, ist das heiß heute. So viele Menschen sind unterwegs. Es ist beeindruckend, wenn man überlegt, dass jeder dieser Menschen ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen hat. Jeder Mensch kommt irgendwoher und geht irgendwo hin - hat seine ganz eigene Geschichte. Ich finde das spannend, auch wenn ich mir vorstelle, dass die meisten dieser Menschen eher langweilige Vollidioten sind. Die meisten haben diese furchtbaren leeren Blicke in ihren Gesichtern. Diese Leere, die mir zeigt, dass die Menschen jetzt gar nicht hier sein wollen, dass sie viel lieber woanders wären. Sie schotten sich gegen die äußeren Reize ab. Zu Recht! In dieser Drecksstadt kann man sich nur abschotten, um psychisch nicht völlig zusammenzubrechen. Hier rennen so viele Assis rum, an so vielen Ecken stinkt es nach Alkohol und Pisse, und die Menschen sind extrem empfindlich. Ein Anrempeln aus Versehen reicht schon für eine Beschimpfung oder gar ein böses Zurückschupsen. Heute ist es auch wieder so schlimm - daran ist die Hitze schuld. Diese Wärme bringt so manchen Gestank erst richtig hervor. Es ist widerlich. Die Menschen stinken nach Schweiß. Der fette Mann, der nun schon sage und schreibe 10 Minuten vor mir herläuft, mieft so richtig. Und dazu trägt er ein weißes Feinripp-Unterhemd. Pfui! Wie kann man nur so stinken und dazu so gottverdammt hässlich aussehen? Ich male mir aus, was passieren würde, wenn ich diesen Fettwanst vor die Straßenbahn schupsen würde. Nicht nur, dass er hilflos am Boden (Der Schwerkraft sei Dank!) liegen bleiben würde, er würde auch überfahren und zu allem Überdruss breitgequetscht werden. Ich male mir die entsetzten Gesichter der Menschen aus, die das Geschehen mitansehen und miterleben müssten. Endlich hätten sie was, was sie aus ihrem Trott der Alltäglichkeit, der spießbürgerlichen Normalität, herausreißen würde und ihnen sagen könnte: Seht ihr nicht, dass ihr lebendige Wesen seid? Nur für einen Moment überlege ich, ob ich den Fettsack tatsächlich schupsen sollte, ganz unauffällig, ganz heimlich. Niemand würde bemerken, dass ich es gewesen wäre, dafür sind die Blicke der Massen einfach zu leer. Noch ehe ich meinen Gedanken zu Ende denken kann, wechselt der dicke Mann die Straßenseite und geht mir Gott sei Dank aus dem Sicht- und Geruchsfeld.



Ich finde es widerlich, wenn fette Menschen ihre Körpermasse wuchten müssen, wie sie Luft holen und wie dumm manche von ihnen gucken. Ich hasse den blöden Gesichtsausdruck, der nur sagt: "Guck weg. Ich kann nichts dafür." Klar kann man was dafür - weniger Fritten fressen, mehr Sport treiben. Hier laufen mir zu viele Übergewichtige rum, dass sich ein Aufregen darüber gar nicht lohnen würde. Schlimm ist, dass ich mit meiner normalen Körperfigur etwas Besonderes – ja, eine Ausnahmeerscheinung – bin. Ich gebe es zu: Meine Figur ist nicht gänzlich „normal“. Ich bin ziemlich gut durchtrainiert. Ich trainiere täglich mindestens eine Stunde und halte mich an einen strengen Trainingsplan, der mir hilft, bei der Stange zu bleiben. Ich versuche darauf zu achten, möglichst gleichmäßig zu üben. Mir sind noch nicht mal die äußeren Muskeln so wichtig, also die, die man sieht. Viel wichtiger sind mir die tieferliegenden Muskeln, jene, die für andere Menschen unsichtbar sind, die aber eine enorme Kraft entfalten können, wenn man weiß, wie man sie einzusetzen hat. Ich lerne seit meinem 15. Lebensjahr Kampfkunst und bin inzwischen richtig gut geworden. Ich bin unkonventionell, habe mich nie mit irgendeinem besonderen Stil identifizieren können oder wollen, aber ich nehme alles in mich auf und passe es meiner Konstitution an. Ich trage stets einen kleinen Teleskopschlagstock bei mir, den ich jederzeit griffbereit habe. Er gibt mir Sicherheit, wenn ich mich bedroht fühle. Ein Griff an den festen Stab genügt und ich weiß: Ich kann mich behaupten. Die Kampfkunst ist für mich Zugang zu Wirklichkeiten. Ich habe über sie Philosophie und verschiedene Heilverfahren kennengelernt. Ich kenne den menschlichen Körper, dessen Schwächen, ich weiß, wie ich große Gegner k.o. schlagen kann und wie ich kleine Menschen erwischen kann. Bisher musste ich die Fähigkeiten zwar nicht einsetzen, aber das Gefühl, es jederzeit tun zu können, hat was Machtvolles. Manchmal gehe ich einfach so durch die Stadt und überlege mir, wie ich die Leute am effektivsten tot oder wenigstens bewusstlos schlagen kann - je nachdem aus welcher Richtung sie auf mich zu kommen, wende ich in meinen Gedanken unterschiedliche Techniken und Bewegungen an. Bei dem Fettsack von eben hätte es gar kein Problem gegeben: Ich würde ihm zunächst in seinen verschwitzten Sack treten. Er würde mit seinen Wurstfingern seinen Sack greifen und zu Boden sinken. Sein Gesicht wäre schmerzverzerrt, vielleicht würden sich Tränen bilden. Wenn er dann auf dem Boden liegen würde und sich vor Schmerzen krümmen würde, würde ich meinen Schlagstock zücken und zunächst auf die Schienbeine und die Kniescheiben einschlagen. Dann könnte der Fettsack nicht mehr weglaufen. Als nächstes würde ich auf seine Fußknöchel schlagen, und zwar solange, bis sie auseinandersplittern und man den Übergang zwischen Bein und Fuß nicht mehr erkennen kann. Der Fettsack müsste jetzt mindestens winseln - mieser Penner. Wenn seine Beine vollends demoliert sind, greife ich seine Arme an. Ich breche sie an den Ellbogen und dann jeden einzelnen Finger. Zu guter Letzt würde ich auf seinen scheiß Kopf eindreschen. Hirnmasse, Blut und Knochen müssen nur so spritzen und sein Röcheln, das er qualvoll von sich gibt, muss immer leiser und leiser werden. Irgendwann würde er dann regungslos daliegen. Vielleicht würde ich in seinen widerlichen fetten Matschkopf pissen. Und die Leute würden vorübergehen.



Während ich mich meinen Gewaltgedanken hingebe, komme ich an einem kleinen Feinkostladen vorbei. In den beiden Schaufenstern sind tausend verschiedene Schokoladensorten und Tees ausgestellt. Mysteriös, wie sich solche Läden halten können. Keine 100 Meter hinter mir ist ein großes Kaufhaus, wo es mindestens genauso viel Schokolade und Tee gibt. Aber wer weiß, wer in solche Läden geht, vielleicht gibt‘s ja im Hinterzimmer einen Puff und der Laden mit der feinen Schokolade und dem teuren Tee ist nur eine Attrappe. Auf der anderen Straßenseite laufen drei Blondinen, die sich lautstark unterhalten. Sie scheinen zu der Sorte "Hey, ich bin so geil, seht mir gefälligst nach" zu gehören, denn sie lachen und reden so laut, dass man einfach auf sie aufmerksam werden muss. Ihre Blicke sind nicht leer. Im Gegenteil: Höchst auffällig beobachten die drei Frauen ihre Umgebung und scheinen nur darauf zu warten, dass ihnen irgendein Mann hinterher sieht. Ich schätze, dass es sich um Studentinnen handelt. Sie kommen aus der Richtung, in die ich gehe. Jede der drei Frauen trägt eine Tasche. Ich glaube, eine Mappe aus der einen Tasche heraussehen zu können. Die Mädels tragen knappe Kleidung, kichern vor sich hin und drehen sich immer wieder um. Ich möchte ihnen nicht den Gefallen tun, hinzusehen. Erstens würden sie vermutlich über mich lachen und sich fragen, was ausgerechnet ich von ihnen wollen würde, und zweitens sollen sie nicht noch über ihr eigenes Ego stolpern. Ich finde sie niedlich. Vor allem die mittlere der drei Mädels sieht wunderschön aus. Schade drum, dass sie sich wie eine Nutte präsentiert. Wirklich schade! Die drei sind an mir vorbeigeschritten und ich gehe geradewegs weiter zur Uni. Ich habe noch ungefähr 15 Minuten Zeit ehe das Seminar anfängt. Wenn ich mich spute, bin ich in fünf Minuten da. Aber weil es heute so heiß ist, bummle ich lieber. Außerdem habe ich die scheiß Hausaufgaben nicht. Gleich komme ich zu einer Stelle, an der ich hin und wieder für einen kleinen Moment ausharre. An dieser Stelle befindet sich ein Brunnen. Leider hat die Stadt kein Geld, um diesen instand zu halten, so dass er mehr und mehr verfällt, aber noch ist er funktionsfähig und ich freue mich an dem kleinen Rinnsal, das täglich aus dem Brunnen herausfließt. Manchmal kommt braunes Wasser heraus, was mich an Durchfall erinnert, aber meistens ist das Wasser schön klar. Zum Trinken ist es sicher nicht geeignet. Das Wasser kommt aus einer kleinen Eselsfigur geflossen. Genauer gesagt, fließt es aus dem Mund des Esels in das Brunnenbecken. Von dort fließt es durch vier Rohre in ein unteres Becken, wird dort gesammelt und fließt anschließend durch ein Rohr ins Erdreich ab. Das Wasserspiel zu beobachten, erfüllt mich mit einer inneren Ruhe. Es macht Spaß zu sehen, wie das Wasser von oben nach unten fließt - ein permanenter Strom.



Gegenüber dem Brunnen streiten zwei ältere Leute. Ein Mann - eine Frau. Die Frau ist aufgebrachter als der Mann, denn sie fuchtelt wild mit zwei Einkaufsbeuteln rum und schreit in einer sehr unangenehmen hohen und kreischenden Lautstärke. Fürchterlich. Der Mann gibt so gut wie keinen Widerstand. Besser so, sonst würde die Situation vielleicht noch eskalieren und ich müsste eingreifen. Nein. Ich gehe weiter, so wie alle anderen auch - einfach weitergehen. Noch fünf Minuten und ich werde in der Uni sein. Irgendwie ist mir nicht danach, über die Hausaufgabe nachzudenken. Ich will ja noch nicht mal an dieses blöde Seminar mit den ganzen Idioten denken. Vielleicht mache ich heute blau und verzichte ganz auf das Seminar. Hab eh nix davon, zu sehen, wie ein paar Wichtigtuer ihre banalen Ideen kundtun und sich als Nachwuchswissenschaftler und Gutmenschen profilieren. Verdammt! Halt endlich die Schnauze, du Trottel. Ok. Also gut. Ich gehe zur Uni. Heute sind wirklich schöne Frauen unterwegs. Mir kommt eine kleine zierliche Frau entgegen. Hmmmm, richtig lecker. Ich würde sie am liebsten fesseln, knebeln und auspeitschen. Schön ihren Po versohlen und ihre kleinen harten Nippel mit meiner Zunge verwöhnen. Sie hat stahlblaue Augen, brünettes Haar und trägt ein durchsichtiges Hemd. Himmel! Ich kann ja sogar ihren BH sehen. Grrrr ... so eine geile Schlampe. Oh Mann, ich will dich ficken, du Luder. Sie geht an mir vorüber und ich befinde mich kurz vor dem Universitätsgelände. Jetzt will ich ficken.