Dienstag, 18. Dezember 2012

Der Gott, der Eisen wachsen ließ II





Der Gott, der Eisen wachsen ließ    II

Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
der wollte doch nur Knechte.
Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
dem Herrn in seine Rechte.
Drum gab er ihm die große Macht
der Lügen und der Qual.
Damit er sichert seine Pracht
und fressen kann beim Mahl.

So wollen wir, was Gott gewollt
mit falscher Treue halten
und immer im Tyrannensold
die Täuschung neu gestalten.
Doch wer da spricht von Edelmut,
den hauen wir zu Scherben,
der soll da liegen in sein’m Blut
und andre nicht verderben.

O Deutschland, heil’ges Vaterland!
O deutscher Frust und Kummer!
Du Bürokratenland, Verbrecherland!
Dein Volk, das leidet Hunger.
Drum sieh nur zu, was dir geschieht,
das Segel reißt, das Ruder bricht,
der Landsmann flieht,
der Bonze spricht.

Lasst brausen, was nur brausen kann,
in hellen, lichten Flammen!
Hört her ihr Deutschen: brecht den Bann,
bevor sie euch verdammen.
Und hebt die Herzen himmelan
und himmelhoch die Hände
und rufet alle, Mann für Mann:
„Die Knechtschaft hat ein Ende!“








Bildquellenangabe: UWe  / pixelio.de

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Auf dem Lande




Auf dem Lande fern der Stadt,
wo jedes Tier sein Plätzchen hat,
wo jede Blume sonnt sich satt
und der Mensch nur wenig Hektik hat,

da kannst du ruhen und gesunden,
dir manche Beeren lassen munden,
die Zeit scheint hier fest gebunden,
aus Minuten werden Stunden.

Auf dem Lande fern der Stadt,
wo jedes Tier sein Plätzchen hat,
wo jede Blume sonnt sich satt
und der Mensch nur wenig Hektik hat,

da kannst du spüren eine Energie,
im Herzen hören eine Melodie,
kannst lauschen einer sanften Poesie
und verfallen der Magie.